Montag, 7. April 2014

Nachwuchs

Kirsche und Apfel freuen sich, die Geburt ihres Pfirsichbäumchens bekannt zu geben! Eltern und Kind sind wohlauf. Das kleine Bäumchen steht in einem kleinen Töpfchen auf der Terrasse und wird dort natürlich besonders gehegt und gepflegt, damit es uns bereits in diesem Sommer mit den ersten Pfirsichen erfreut.



Außerdem sind 500 Regenwürmer bei uns eingezogen. Sie werden in Zukunft unsere Küchenabfälle in wertvollen Wurmhumus umwandeln.



Sie haben ihr eigenes Haus im Schatten. Damit ist das Problem "Kein Platz für den Komposthaufen" gelöst. Ich werde darüber noch genauer berichten.

Montag, 9. September 2013

Zweinutzungshuhn

...ist nicht der Titel des neuen Films von Til Schweiger. Ein Zweinutzungshuhn ist DIE Errungenschaft des 21. Jahrhunderts - nämlich - haltet Euch fest! - ein Huhn, das Eier legen kann, dessen Fleisch man aber auch essen kann! Tolle Sache, oder?
Ich habe diesen Begriff vor ein paar Tagen zum ersten Mal gelesen. Und zwar im Buch "Friss oder stirb" von Clemens G. Arvay. 


Darin fand ich, abgesehen von diesem absurden Begriff, einige für mich neue Informationen. Hatte ich mich doch in Sicherheit gewiegt, wenn ich brav Bio-Lebensmittel im Supermarkt kaufe. Ja, mir war schon klar, daß die Biomarken der Supermärkte nicht das Gelbe vom Ei sind, aber daß es so schlimm ist, wie im genannten Buch nachzulesen, hätte ich nicht gedacht.

Die Hühner der Supermarkt-Biomarken, zum Beispiel, werden, ganz EU-konform, in Einheiten zu 3000(!) Tieren gehalten. Natürlich gibt es einen Auslauf, es sind ja Freilandhühner. Bloß - das Freiland bei diesen Ställen bietet keinerlei Deckungsmöglichkeit, sondern besteht normalerweise nur aus einer Wiese. Daher verlassen die Hühner den Stall nicht und sitzen aufeinander wie die Sardinen in der Dose. Mit allen Problemen, die das so mit sich bringt, wenn Hühner zu eng leben. Es geht Ihnen also nicht besser als nicht-Bio-Tieren. 

Da auch Bio-Hühner dahingehend gezüchtet sind, daß sie entweder viele Eier legen können (und das das ganze Jahr hindurch) ODER daß sie schnell an Gewicht zulegen, damit man ihr Fleisch verkaufen kann (sie sind also auch keine Zweinutzungshühner), werden in der Eierproduktion die männlichen Küken gleich nach dem Schlüpfen "homogenisiert" - ein hübsches Wort, oder? Es heißt nichts anderes, als daß die Küken auf dem Fließband von einem rotierenden Messer zu Brei verarbeitet werden. Denn sie können keine Eier legen, sind aufgrund der Züchtung aber auch nicht schnellwachsende Fleisch-Hühner. Also weg damit.

Außerdem sind die Hühner Hybride, die sich nicht fortpflanzen können. Das bedeutet, daß die Bauern immer wieder neue Küken vom Züchter kaufen müssen. Das gibt es auch bei Pflanzen. Die Saatguthersteller sind daran interessiert, Ihre Sorten möglichst weltweit zu verkaufen, um die Bauern von sich abhängig zu machen. Verrückt, oder, daß ein Bauer kein Saatgut mehr aus seinem Getreide gewinnen kann, oder?

Bitte lest dieses Buch! Es ist wirklich informativ und gut zu lesen. Es erklärt auch (verständlich), was Hybride sind, warum 80% der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs als Bergbauerngebiete gelten, und warum auch Bio-Äpfel mehrmals gespritzt werden. Oder wie Bauern von den Lebensmittelkonzernen behandelt werden. Und vieles mehr. Ich bin so schockiert, daß ich beschlossen habe, zukünftig so viel wie möglich im örtlichen Bauernladen zu kaufen. Dort gibt es fast nur echte Bio-Ware von kleinen Bauern, unter anderem auch (grüne) Eier einer alten Hühnerrasse. Außerdem will ich meinen Fleischkonsum weiter zu reduzieren und meinen Gemüsegarten erweitern. 

Freitag, 16. August 2013

Der ultimative Anti-Schneckenschutz!

Dieses Jahr wäre ich beinahe verzweifelt angesichts der unglaublichen Nacktschneckenplage, die meinen Garten (und alle anderen Gärten im Umkreis und wahrscheinlich überhaupt alle Gärten im Frühlingsverwaschenen Mitteleuropa) heimsuchte! Mein Kräuterbeet hat nämlich leider keinen Schneckenschutz wie meine Hochbeete.
...und auch sonst haben die Schnecken im Garten gewütet. Sie vermehrten sich trotz des mittlerweile sehr großzügigen Einsatzes des eisenhältigen ("Bio") - Schneckenkorns gewaltig und gaben den Kräutern und Stauden keine Chance. Vielleicht sind sie immun geworden? Wer weiß...
Da fiel mir der Sack "Slug gone" ins Auge, den ich letztes Jahr auf der Welser Messe "Blühendes Österreich" bei British Garden (beheimatet in Graz) gekauft hatte. 



Eigentlich hatte ich ihn für die Kartoffelplantage meines Nordlichts besorgt, er fand aber keine Verwendung und wartete im Schuppen auf mich.
Darin sind Pellets aus Schafwolle, die man flächendeckend um die Pflanzen auf die Erde legt. Zweifelnd breitete ich das Zeug auf der Erde meines Kräuterbeets aus. Und ES IST SENSATIONELL!!! Die Kräuter haben sich erholt, die Schnecken gehen wirklich nicht auf die Schafwolle! 



Gleichzeitig wirkt die Wolle als Mulchdecke. Und sie sieht aus wie Erde. 

Ich brauchte einen 3,5 l - Sack für mein Kräuterbeet, das 2,5 m lang und 40 cm breit ist. Die Wolle hält ein Jahr und kommt damit viel günstiger als die Unmengen an Schneckenkorn, die ich dieses Jahr schon verwendet habe. Wenn man ein offenes Beet hat, könnte ich mir vorstellen, daß es reichen würde, einen "Schutzwall" von 10 cm Breite um das Beet anzulegen, man müsste vermutlich nicht die ganze Fläche zwischen den Pflanzen bedecken. Wichtig ist, daß nichts überhängt, weil die Schnecken dort sonst raufkriechen. 

Sonntag, 4. August 2013

Die lieben Katzen

Sie sind ja so süß. Und manchmal bringen sie für Ihre geliebten Futterversorger Geschenke. Ich habe davon schon gelegentlich mal berichtet...hier nachzulesen. 

Zartbeseitete sollten jetzt nicht weiterlesen und -schauen. Denn Maulwurfsgrillen gehören zum Ekligsten, was die Evolution im Tierreich hervorgebracht hat:

Ich wollte sie nicht von vorne fotografieren, nicht, daß sie auf mich zuläuft...
Außerdem können sie dem Garten großen Schaden zufügen. Daher ist es ja löblich, wenn Tigerchen sie fängt. Daß sie sie im Wohnzimmer ablegt, ist immer noch besser als die grauslichen Viecher, zum Beispiel, ins Schlafzimmer zu bringen. Ich wäre aber froh, wenn das süße Tigerkätzchen die Beute dann auch verspeisen würde. Macht sie auch, wenn es sich um Mäuse, Vögel oder normale Grillen handelt. Vor den Maulwurfsgrillen scheint es selbst einer abgebrühten Katze zu grausen. Mir fällt dann immer dieser Spruch ein: "Die würde ich nicht mal mit der Feuerzange angreifen". Leider bleibt mir nichts anderes übrig. Ich trage die Grille also mit der Feuerzange in den Garten und ermorde sie. Jawoll! Ich töte Tiere! Aber nur grausliche. Und nur im Notfall.


Samstag, 3. August 2013

Putzige Schmetterlinge

So gefreut hatte ich mich vor 2 Jahren über die Schmetterlinge in meinem Garten. Die soll man ja, ebenso wie Bienen und Hummeln anlocken und schützen. Sie sind ja so nützlich. Was ich in meiner Stadtkind-Blauäugigkeit noch nicht wußte - die kleinen weißen Schmetterlinge, die da so eifrig um's Hochbeet schwirren, gehören zur Art des Kleinen Kohlweißlings. Der legt seine winzigen Eier einzeln an der Blattunterseite (und manchmal auch an der Blattoberseite) von Kohlpflanzen (z.B. Weisskraut, Brokkoli) ab. Daraus werden dann Raupen in Tarnfarbe (komplett grün), die so eine wachsende Kohlpflanze völlig kahl fressen können.


Ich lernte also, die Blattunterseiten auf Eier und die ganze Pflanze auf Raupen abzusuchen, und zwar TÄGLICH. Vergisst man einmal, bereut man das bald. Auch, wegen der Proteinzulage im Gemüse, nachzulesen hier.

Dieses Jahr habe ich mir im Baumarkt ein Schutzvlies gekauft und alle Pflanzen eingehüllt. Das sieht vielleicht etwas eigenartig aus, ist aber sehr wirksam. 


Es empfiehlt sich, trotzdem alle paar Tage nachzuschauen. Die Kohlweisslinge sind intelligenter als man glaubt. Sie finden einen Weg unter's Netz, aber nicht mehr so oft. 

Vorne im Bild: Brokkoli; dahinter: Weißkraut und Bohnen

Donnerstag, 1. August 2013

Gerade habe ich es geschafft, ziemlich viele Fotos von meinem Blog zu löschen...toll!

Bitte habt Geduld, bis ich das wieder repariert habe. 

Zu allem Übel kann ich am Laptop keine Posts verfassen - nur Titel. Ich kann keinen Post-Text schreiben, nicht einmal in das Textfeld klicken. Hat jemand eine Idee, was man da tun kann? Hm, am I-Pad kann ich schreiben, am Laptop nicht. Sehr komisch. Und unpraktisch, vor allem zum Einbetten von Fotos. Hat jemand damit Erfahrung, wenn der Blogger (das Programm, nicht der Mensch ;-) ) nicht richtig funktioniert?

...ich habe jetzt einen anderen Laptop mit einem anderen Browser probiert...das Problem mit dem Schreiben hängt anscheinend mit dem Browser zusammen!Danke an Friederike für den Tip

Samstag, 20. Juli 2013

Knoblauchernte

Lange hat es gedauert, aber heute konnte ich den Knoblauch ernten. Im Herbst (Ende September/Anfang Oktober) hatte ich die Zehen in die Erde gesteckt. Dann kam ein warmer Herbst, und sie trieben aus. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleinen grünen Triebe den Winter überleben. Ende April waren die Pflänzchen noch recht klein. Glücklicherweise wurden sie nicht, so wie die Zwiebeln, Opfer meiner (und anderer?) Katzen, die die frische Erde im Hochbeet gerne als Katzenklo benützen.
Ich war zwar vorgewarnt (nachzulesen in Andrea Heistingers "Arche Noah Handbuch Bio-Gemüse"), trotzdem habe ich es geschafft, den richtigen Erntezeitpunkt zu übersehen. Einige der Knollen hatten sich schon geöffnet und sind damit "anfällig für Pilzkrankheiten und nur begrenzt lagerfähig".


Sie werden also als erste verarbeitet. Die anderen werden getrocknet.


Die Brutknöllchen an der Spitze der Pflanzen möchte ich wieder setzen.


Die Brutknöllchen "ausgezogen". Leider ist mir kein scharfes Bild gelungen. Die Kamera ist unauffindbar, und der Blackberry taugt leider nicht viel als Kamera...

Allerdings weiß ich nicht, ob ich Karl Ploberger ("Der Garten für intelligente Faule") vertrauen soll, in dessen Tabelle auf Seite 141 nachzulesen ist, dass man Knoblauch nicht neben allen möglichen Pflanzen setzen soll, oder Marie-Luise Kreuter ("Der Biogarten"), die meint, dass man ihn eigentlich überall dazwischen stecken kann. Auf jeden Fall sollte er nicht zusammen mit Zwiebeln, Lauch oder Schnittlauch stehen, da sie alle die Lauchminierfliege als Schädling anlocken. Das ist bei mit aber bisher nicht passiert, obwohl Lauch und Knoblauch nebeneinander wuchsen...
Ach, ja, der Lauch...nicht alle Halme haben das Umgraben durch die Katzen überlebt, und dann dachte ich, das wird nie was. Aber man muß nur Geduld haben, mittlerweile schaut der eine oder andere schon wie Lauch aus. Entfernt jedenfalls.

Die vielen Holzstäbchen in der Erde sind der Anti-Katzenschutz für die zarten Lauchpflänzchen