Freitag, 22. August 2014

Selbstgebraut

Alle Jahre wieder, im Frühling, bereite ich die vom Nordlicht gefürchtete Brennnesseljauche zu. Gefürchtet deshalb, weil sie...stinkt. Jauche halt. Ich wurde schon gebeten, ein appetitlicheres Wort dafür zu wählen. Aber erstens ist die Bezeichnung "Jauche" nicht meine Erfindung, und zweitens kommt mir das vorgeschlagene "Brühe" auch nicht besser vor. Egal. Ich behaupte (und unzählige Autoren von unzähligen Biogärtner-Büchern tun das auch), dass sie nur stinkt, während man sie umrührt. Oder wenn man sie ausbringt. Also besser nicht vor dem Grillfest die Terrassen-nahen Tomatenpflanzen damit düngen...

Man nehme:
1 kg Brennnesseln, etwas kleingeschnitten
10 l (Regen-) Wasser

...und gibt Pflanzen und Wasser in einen Holz- oder Plastikkübel (kein Metall, warum, weiß ich nicht) und bedeckt den Kübel mit einem Netz oder Gitter, damit keine Tiere reinfallen. Zweimal täglich umrühren. Solange die Mischung schäumt, ist sie noch nicht fertig.



Die fertige Jauche ist dunkelbraun, die Brennnesseln sind dann großteils zersetzt (höchstens ein paar dicke Stiele schwimmen noch herum. Ich siebe die Jauche allerdings nie, die Pflanzenreste sinken ohnehin zu Boden).




Die reife Jauche ist 1:10 oder 1:20 verdünnt ein guter Dünger für Starkzehrer, also Gemüsepflanzen, die viel Stickstoff brauchen. Außerdem wirkt sie schädlingsvertreibend. Die noch junge Jauche kann zum Stärken von Jungpflanzen eingesetzt werden (die Pflanzen dazu vor dem Auspflanzen kurz in die Jauche tauchen). 1:50 verdünnt kann sie gegen Blattläuse eingesetzt werden (Blätter einsprühen). Achtung: niemals die reife Jauche auf Blätter sprühen, das ätzt zu stark!

"Die Jauche ersetzt nicht die Verbesserung des Bodens mit Kompost, Wurmkompost oder Gründüngung, sondern sind eine pflanzenstärkende Nachdüngung und für Starkzehrer und Mittelzehrer besonders interessant." 
Quelle: "Biodünger selber machen" von Andrea Heistinger und Alfred Grand.

P.S.: Eben lese ich im Duden online - auf der Suche nach eventuellen Übersetzungen des Worts "Jauche" für meine zahlreichen bundesdeutschen und schweizerischen Leser ;-) 
"1. übel riechender, flüssiger Dünger aus tierischen Fäkalien, die aus den Ställen in eine dafür vorgesehene Sammelgrube ablaufen.
2. (umgangssprachlich abwertend) bestimmte Flüssigkeit von äußerst schlechter Qualität" (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Jauche)
Ich halte hiermit fest, dass ich meine Brennnesseljauche davon abgrenzen möchte. Denn sie ist weder tierischen Ursprungs noch "von äußerst schlechter Qualität"!!!

Sonntag, 3. August 2014

Auf der Jagd

Jeder Muskel ist angespannt. Der Schweiß steht mir auf der Stirn. Adrenalin schießt durch meinen Körper. Denn ich bin...auf der Jagd! Da! Das Raubtier hat bereits die halbe Höhe des Kräuterbeets erklommen! Nicht mehr lange, dann erreicht es die obere Kante und stürzt sich auf die Minze... jetzt darf ich es nicht aus den Augen lassen....denn es ist: die Killerschnecke!!! 

Wird sie es schaffen???
Gut, die Geschichte geht ein bißchen anders. Ich sitze gemütlich auf der Terrasse mit einem Glas Weißwein, den Laptop auf dem Schoß, und stehe alle 10 Minuten auf, um nachzusehen, was die beiden Nacktschnecken treiben, die den Gürtel aus Schneckenkorn rund um das Kräuterbeet durchbrochen haben, so machen. Hallo? Keinen Hunger auf eine kleine Vorspeise? Obwohl ich der Schafwolle, über die ich schon begeistert berichtet habe, recht vertraue, streue ich gelegentlich Schneckenkorn um das Beet, weil das Wetter in diesem Sommer ja doch recht feucht ist, und die Schnecken in noch größeren Mengen in unseren Garten einfallen als normalerweise. Sicher ist sicher. Unser Garten grenzt an 2 Seiten an eine Bauernwiese (wofür ich eigentlich sehr dankbar bin - wir sind nicht völlig von Häusern umzingelt), und Ihr glaubt nicht, was sich da an der Grundstücksgrenze abends abspielt. Hunderte Nacktschnecken fallen in unseren Garten ein! Nachbarn berichteten mir sogar von Nacktschnecken, die in Scharen die Hauswand hinaufklettern. Uggs, geht's noch grauslicher? 
Zum Glück fressen die Schnecken offensichtlich auch Pflanzen, die mir nicht abgehen. Und das Gemüse in den Hochbeeten ist weitgehend durch eine Schneckenbarriere geschützt, das funktioniert sehr gut. Gelegentlich finde ich kleine Schnecken, die aber mit der Erde eingeschleppt sein dürften, und die keinen großen Schaden anrichten, sondern nur ein bißchen mitnaschen. 

Das Kräuterbeet habe ich eben bisher nur mit den Schafwollpellets geschützt. Dieses Jahr habe ich allerdings erstmals trotz der Wolle gelegentlich Schnecken im Kräuterbeet gesichtet. Und meine Schwester, an die ich die Wolle weitergegeben hatte, berichtete mir von völlig abgefressenen Salatpflanzen! Das Problem ist, dass die Wolle immer dicht und feucht sein muss, denke ich. Und: es darf nichts über den Rand hängen! Ich habe schon eine Nacktschnecke gesehen, die halb auf der Hauswand, halb auf einer Tomatenpflanze hing, bereit zum Absprung. Erstaunlich geschickt, die blöden Viecher! Daher helfe ich manchmal mit dem eisenhaltigen "Bio" - Schneckenkorn nach und untersuche auch mal das Beet nach Schnecken und Schleim- und Fraßspuren. Ich bin immer noch begeistert von der Wolle, aber irgendwie ist das auch keine Dauerlösung. Sie hält zwar eine Saison, aber man muss sie doch jedes Jahr erneuern. Ich denke, ich werde doch auch beim Kräuterbeet eine Blech-Barriere wie bei den großen Hochbeeten installieren. Bei diversen Anbietern (z.B. Manufactum, Biber) gibt es Bausätze.

Uije! Sie hat es doch glatt geschafft!
Ach, ja - über Tipps wie "Bierfallen" und "Schnecken abends absammeln" kann ich nur verärgert grunzen. Da steht nie, was man dann mit den Schnecken machen soll. Zerschneiden ist auch keine gute Idee, weil das weitere Nacktschnecken anlockt (sie schrecken nicht nur vor meinem Salat nicht zurück, sondern auch nicht vor Kannibalismus). Außerdem - würde ich das machen, hätte ich nichts anderes mehr zu tun, als Schnecken einzusammeln. Ich kann mir nettere Abendbeschäftigungen vorstellen.

Ich überlege allerdings, an der Grundstücksgrenze einen Kupferzaun zu installieren. Angeblich soll das die Schnecken abhalten. Hat jemand damit Erfahrung?

P.S.: Das "Bio" - Schneckenkorn klingt zwar lieb, bringt die Schnecken aber natürlich auch um (wogegen ich, zugegeben, nichts habe). Das Praktische daran - sie hinterlassen keine grausliche Schleimspur, und es gibt keine Leichen. Zumindestens keine sichtbaren. Denn nach dem Fressen dieses Schneckenkorns wird den Tierchen schlecht, und sie verkriechen sich freundlicherweise in irgendwelche Verstecke zum Sterben. Und - es ist nicht giftig für Haustiere und Igel etc. Allerdings ist es nicht gerade billig, und daher auch keine Dauerlösung.

Dieser Schnecke ist, glaube ich, schlecht geworden. Auf jeden Fall sucht sie erfreulicherweise das Weite.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Ausgeizen

Jaja, rätselt nur schön! Zu Beginn meiner Bio-Gärtnerinnen-Karriere ;) wusste ich auch nicht, was das heißt. Ich hörte das Wort zum ersten mal am Biohof Fairleben in Allhaming (OÖ), wo ich mir beim alljährlich am letzten Aprilwochenende stattfindenden Jungpflanzenfest die ersten Tomatenpflänzchen für die Hochbeete kaufte. Da fragte eine Besucherin: "Muss man die ausgeizen?" Ich kam mir recht blöd vor ob der gescheiten Frage und traute mich gar nicht, zu fragen, was "ausgeizen" denn bedeuten soll. Ich kam mir gärtnerisch noch recht ungebildet vor. Mittlerweile weiß ich es: Tomatenpflanzen (manche Sorten mehr, manche weniger) neigen dazu, in den Blattachseln Triebe zu bilden und sich dadurch wild zu verzweigen.


Sie machen das vorzugsweise heimlich, still und leise. Ich schaue regelmäßig nach, aber immer wieder entdecke ich Triebe, die bereits einen halben Zentimeter dick und 30 cm lang sind! 

Durch die Verzweigungen steckt die Pflanze recht viel Kraft in die neuen Triebe und Blätter. Daher ist es  bei einigen Sorten besser, "auszugeizen", also diese Triebe abzubrechen. Am besten, wenn sie noch recht jung sind, dann geht das leicht mit den Fingern, und man verletzt die Pflanze nicht so stark wie bei größeren (dickeren) Trieben. Dann kann die Pflanze ihre Kraft in den Hauptrieb stecken. Wie stark ausgegeizt wird, ist laut Andrea Heistinger (nachzulesen in meiner Gemüsebibel: "Arche Noah Handbuch Biogemüse") eine Geschmacksfrage und "hängt auch von der Sorte und vom Befallsdruck mit Pilzkrankheiten ab"*. Cocktailtomaten müssen nicht ausgegeizt werden, buschförmig wachsende Sorten und Sorten mit feinen Trieben und Blättern wie die "Gelbe Johannisbeere" sollten nicht ausgegeizt werden. Und: "Je enger die Pflanzen stehen, desto stärker muß ausgegeizt werden"*. 

*Quelle: Andrea Heistinger: Arche Noah Handbuch Biogemüse - Vielfalt für den eigenen Garten. ISBN 978-3-7066-2459-6

Dienstag, 29. Juli 2014

Heimlichtuerei

Kennt Ihr das? Man startet nichtsahnend eine Gartenrunde. Mal nachsehen (so wie jeden Tag), was das Gemüse so treibt. Ein paar Raupen des Kohlweißlings entfernen. Hier und da verwelkte Blätter abzupfen. Und da entdeckt man es: Gemüse, das über Nacht doppelt so groß geworden ist! Triebe, die in den Blattachseln der Tomaten 30 cm gewachsen sind! Pfefferminze, die das halbe Kräuterbeet überwuchert hat! Okay, letzteres ist eigentlich ganz normal, Minze wächst nun mal sehr schnell. Und sehr heimlich, weil sie lange Zeit Triebe schon mal einen halben Meter weit unterirdisch schickt, bevor diese an die Oberfläche kommen, und man sich dann wundert, warum DORT plötzlich Minze im Beet steht. Tja, ich glaube, meine Nachbarinnen sollten öfter auf einen Hugo vorbeikommen ;-). 

Das ist der Übeltäter von heute:

Costates Romanesco
Eben geerntet. Und natürlich viel zu groß. Zucchini schmecken viel besser, wenn man sie jung erntet. Ein paar hatte ich auch schon früher abgeschnitten. Aber irgendwie habe ich nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht damit gerechnet, dass es dieses Jahr mit den Zucchini klappt. Sie schienen bisher in jedem Garten zu wachsen, nur nicht in meinem. Und dieses Jahr war noch dazu eine der beiden Jungpflanzen abgeknickt, weswegen ich eigentlich dachte, dass sie überhaupt bald sterben würde. Trotzdem habe ich erste Hilfe geleistet und die Stelle liebevoll verbunden (Die Kniescheibe meiner Mutter wurde ja auch geflickt. Keiner kam auf die Idee, sie (meine Mutter) zum Verwelken wegzuwerfen), und - siehe da - heute schaut die Pflanze so aus:

Verbunden und mit Krücke
Wenn ich die Pflanzen setze, rechne ich immer nicht damit, dass sie so riesig werden. Sie sind ja so klein und haben so niedliche Blätter. Aber man sollte den Gartenbüchern ruhig vertrauen! 

Links besagte Costates Romanesco, daneben die Zucchetta und zwei Gurkenpflanzen
Zum Flicken habe ich ein Baumwollband verwendet, dass ich bei British Garden gekauft habe. Ich nehme es auch zum Festbinden von Pflanzen, weil es nicht einschnürt und elastisch ist.


Es ist laut Hersteller kompostierbar (wenn auch gefärbt, hoffentlich mit nicht giftigen Farben) und sonst wiederverwendbar.

Die zweite Zucchinipflanze ist ein Zucchetta. Sie wächst -  oder eigentlich - wuchert, in alle Richtungen. Sie hat viele Knospen, aber bisher nur eine Blüte. Ich bin gespannt, ob sie mir Früchte schenken wird. Eben habe ich gegoogelt und dabei einen Artikel vom Standard aus dem Jahr 2009 gefunden. Da finden sich folgende beängstigende Worte*: 

"Sollten Sie eine dieser Pflanzen ziehen wollen: Sorgen Sie dringend für ein ordentliches Gerüst, am besten ein pergolaartiges. Zu erwarten sind mindestens vier, fünf Meter lange Triebe, an denen die Früchte herabbaumeln. Schaut sehr nett aus. Wenn man's vorher weiß ..."

Blöd, die Pergola ist nämlich schon von Weinstöcken besetzt...

So, jetzt muss ich mir etwas für die Zucchini überlegen. Vielleicht kombiniere ich sie mit Minze und Ricotta und mache leckere Nudeln daraus: Zucchini in Scheiben anbraten, mit der Gabel zerdrücken, mit Ricotta mischen, mit Minze würzen. Dazu am besten Muschelnudeln, die die Sauce schön auffangen. Salz, Pfeffer, Parmesan, eh klar. (Ein leckeres und schnelles Rezept von einem italienischen Freund.)

*Quelle: standard.at, Artikel "Sizilianische Orgie" vom 17. Juli 2009, 16:00 Uhr, Link: http://derstandard.at/1577836919847/Sizilianische-Orgie  

Freitag, 23. Mai 2014

Selbstgebaut

Sehr stolz bin ich auf mein selbstgebautes Bohnen-Rankgerüst.

Im Hintergrund unser 800-Liter-Regenwassertank
Vorbei die Zeit, in der ich, den wachsenden Bohnenpflanzen hinterher, eine Bambusstange nach der anderen in die Erde steckte und wahllos dazwischen Schnüre festband. Das neue Luxus-Rankgerüst besteht aus 5 Stangen (ich glaube, sie sind 210 cm lang), Verbindungsstücken aus dem Internet und einem Netz aus Jute. Ich bin ja sehr gespannt, wie lange das hält. Das Jute-Netz war nicht teuer (nur ein paar Euro) und immerhin ist es biologisch abbaubar.

Stolz bin ich auch, dass ich das bei Nieselregen und lächerlichen 9 Grad gemacht habe. Nach einem milden Winter und einem sehr frühen und warmen Frühling werden wir im Moment ja dauerberegnet. Und da es zu kalt ist, stehen in unserem Wohnzimmer seit Wochen die Jungpflanzen im Weg rum. Ich freue mich schon so auf nächste Woche, wenn der versprochene Sommer kommt, und ich endlich alles einpflanzen kann. Die Pflanzen können sich im Moment ja gar nicht richtig entwickeln, und außerdem hatte ich schon eine Läuseplage. Ich habe also alle befallenen Pflanzen händisch von Läusen befreit und teilweise mit stark verdünnter junger Brennnesseljauche besprüht (das Grün oder nur die Erde). Das soll helfen.

Ebenfalls selbstgebaut, aber vom Nordlicht, ist das neue Tomaten-Gerüst aus Bambusstangen. Ein Foto habe ich noch nicht, und jetzt ist es zu dunkel zum Fotografieren.

Samstag, 17. Mai 2014

Selbstgespräche

Heute habe ich wieder einmal etwas aus Nenis Kochbuch gekocht, dass ich von einer Freundin geschenkt bekommen habe. 


Ich liebe orientalische Gerichte ohnehin. Der zubereitete Belugalinsensalat mit Blumenkohl brachte mich aber sogar dazu, oben erwähnte Selbstgespräche zu führen. Das ging ungefähr so:

"Mhh, ist das lecker!" "Ma, schmeckt das gut!" "Mmmmh, lecker!" 

Es war also nicht die abwechslungsreichste Unterhaltung, aber zwischen den Sätzen musste ich mir ja neue Portionen in den Mund schieben...

Ich gebe das Originalrezept wieder. Ich habe nur ca. die Hälfte gemacht, und doppelt so viele Belugalinsen wie angegeben (es hätten auch mehr sein können). Da ich Feta-Käse nicht sehr mag, habe ich ihn durch Schafskäse-Gupferl (Frischkäse) ersetzt. Mit Kurkuma und Koriander war ich etwas großzügiger. Statt Chiliflocken (was immer das sein mag) habe ich Chilipulver verwendet und statt Bulgur gekochtes Einkorn-Getreide, eine Urgetreidesorte.

Für 8 Portionen:
2 große Blumenkohlköpfe, in Röschen geteilt
1 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 TL Koriander, gemahlen
Salz und Pfeffer
5 EL Olivenöl
150 g Belugalinsen, gekocht, abgekühlt
1 kleine rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
1/2 Bund Koriandergrün
1/2 TL Chiliflocken
2 EL Zitronensaft
1/2 TL Dijonsenf (oder mehr)
100 g Fetakäse

Den Blumenkohl mit Kurkuma, Koriander, Salz, Pfeffer und 3 El Olivenöl vermischen. Auf ein Backbleck mit Backpapier geben und im vorgeheizten Backofen bei 180° ca. 30 Minuten backen. Er soll noch bißfest sein.

Die Linsen mit dem Blumenkohl mischen und Zwiebelringe, Koriandergrün, Chili, Zitronensaft, Senf, 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer dazugeben, alles gut vermischen. Den Feta zerbröckeln und den Salat damit bestreuen.


Samstag, 3. Mai 2014

Einen Toast auf...

...selbstgemachtes Toastbrot!
Hätte ich gewußt, wie einfach es ist, Toastbrot zu backen, hätte ich das schon viel früher gemacht, und nicht bis zum diesjährigen Osterbrunch gewartet. Ich esse selten Toastbrot, weil ich das im Supermarkt gekaufte Industrie-Toastbrot ziemlich abartig finde, und außerdem mag ich es lieber, wenn die Scheiben dick geschnitten sind. Sie müssen halt noch in den Toaster passen...
Toastbrot kann man auch gut einfrieren, am besten gleich in Scheiben geschnitten, dann kann man sie einzeln auftauen (also einfach gefroren in den Toaster stecken).
Die Idee kam mir beim Frühstück im 220 Grad, meinem Lieblingscafé in Salzburg. Da gab es beim April-Frühstück ein Kräuterbrot - eben ein Toastbrot mit Kräutern. Google brachte schnell unzählige Rezepte zum Vorschein, und für dieses habe ich mich entschieden (einmal mit Kräutern, einmal ohne):

500 g Weizenmehl, Type 405 (hatte ich nicht, also habe ich Universalmehl verwendet)
1 Würfel Germ
300 ml lauwarme Milch
1 TL Zucker
1 TL Salz
40 g Butter
5 EL Kräuter (Basilikum, Rosmarin, Thymian, Petersilie)
evtl. Wasser oder Milch zum Bestreichen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis der Teig elastisch ist (Küchenmaschine). Zugedeckt gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist (30-45 Minuten). Dann mit der Hand durchkneten, in eine Kastenform geben und noch einmal gehen lassen (20-30 Minuten). Dann das Brot mit Wasser oder Milch bestreichen und bei 200° 40-50 Minuten backen. 

Tipps zum Brotbacken: 
Wenn es im Raum nicht warm genug ist, um den Teig gehen zu lassen, kann man ihn bei 40° im Backofen gehen lassen.
Man erkennt, dass ein Brot fertig ist, wenn man auf die Unterseite klopft, und es hohl klingt.

Foto gibt es leider keines, weil es beim Osterbrunch ein Mißverständnis zwischen mir und dem Nordlich bzgl. der zu fotografierenden Objekte gab ;-). Aber Ihr wisst ja alle, wie ein Toastbrot ausschaut.

Quelle:
Rezept von Pumpkin-Pie, veröffentlicht auf Chefkoch.de