Sonntag, 23. November 2014

Abgebaut

Erinnert Ihr Euch noch? Im Mai hatte ich wahnsinnig stolz über mein selbstgebautes Bohnengerüst berichtet. Ich hatte es aus Bambusstangen und einem Jutenetz gebaut. Wunderbar. Es sah so hübsch aus. Und professionell. Nur, was ich im Frühling immer nicht bedenke: Pflanzen wachsen. Ja, könnt Ihr sagen, dass ist ja der Sinn eines Gemüsegartens, dass die Pflanzen wachsen! Natürlich. Aber ich vergesse immer, wie groß Pflanzen werden können, und dass sie dann auch schwer werden. Die Bohnen wuchsen und wuchsen also (obwohl es ihnen sichtlich nicht so recht war, sich an dem Netz hochzuranken, die Bambusstangen alleine hätten Ihnen viel besser gefallen), und sie wurden schwer und schwerer, und die obere Stange bog sich bedenklich durch, die seitlichen kippten in die Mitte. Es hielt trotzdem bis zum Herbst, dann offenbarte sich aber das nächste Problem: Die Pflanzen ließen sich nicht mehr im Guten vom Netz trennen. Unzählige Schlingen schlangen sich durch, ich hätte jede einzelne mehrmals durchschneiden und abwickeln müssen. Also habe ich das ganze Ding (Netz und Grünzeug) in die Biotonne geworfen. Jute verrottet ja auch. Obwohl ich es gerne nächstes Jahr für die Gurken verwendet hätte. Etwas wegzuwerfen, das noch intakt ist, gefällt mir nämlich gar nicht. 
Dem Tomatengerüst ging es übrigens ähnlich. Unter dem Gewicht der vielen Tomaten wäre es beinahe zusammengekracht, aber das Nordlicht verstärkte es mit weiteren Stangen und versprach eine Dauerlösung im nächsten Jahr. 

1 Kommentar:

  1. Kommt mir sehr bekannt vor. Ich unterschätze auch immer Große und Gewicht der Pflanzen und wundere mich und staune jedes Jahr aufs Neue. =D

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